Fasten und Trockenfasten

Folgender Text dient allein der Information. Sollten Sie diesen Weg beschreiten, geschieht dieses in Ihrer eigenen Verantwortung. Bei gesundheitlichen Beschwerden empfehle ich die vorherige Konsultation eines Fasten-erfahrenen (!) Arztes. Menschen / Mediziner „ohne Fastenerfahrung“ neigen mangels derselben leicht dazu Ihnen vom Fasten abzuraten.

Trockenfasten ist, wenn man es so einordnen mag, die extremste Form des Fastens. Beim Trockenfasten wird auf jegliche Einnahme von Nahrung und Flüssigkeit verzichtet. Täglich für mehrere Stunden nach dem Aufwachen, oder auch durchgehend über mehrere Tage.

Diese Art des Fastens sollte nur durchgeführt werden, wenn man:

  • mindestens normalgewichtig ist
  • sich in guter psychischer Verfassung befindet
  • für einige Tage einen stressfreien Arbeits- und Alltag hat
  • mit den allgemeinen Regeln des Fastens vertraut ist und eine regelmäßige Darmreinigung durchführt

Fasten ist der bewusste Verzicht auf Nahrung und beim Trockenfasten auch auf Flüssigkeit. Der menschliche Organismus ist so angelegt, dass er dieses für (wenigstens) einige Tage vertragen kann. Es ist ein ursprüngliches Programm, dass unsere Körperfunktionen, z.B. in Zeiten einer notbedingten Nahrungslosigkeit, aufrecht erhält.

Bewusstes Fasten dient der Reinigung von Körper, Geist und Seele. Der Körper und die Seele besinnen sich auf das, was in ihnen ist. Sowohl organisch, als auch seelisch, wird ‚das Wesentliche‘ erkannt / bearbeitet und der gesamte Körper-Geist-Organismus (body-mind-organism) von dem befreit, was ihm nicht gut tut.

Nebenbei kann man erleben, wie das Gewicht sehr schnell herunter geht – und dabei wieder zu einem bewussteren Umgang mit Nahrung und auch deren Herkunft gelangen.
In der Regel ist Fasten kein einfaches Mittel um dauerhaft abzunehmen. Dazu kann es aber kommen, wenn Sie beim Fasten zu einer anhaltenden, bewussteren Haltung im Umgang mit Nahrung, Bewegung und Ihrem Leben finden.

Als Einstieg ist eine Darmreinigung am Abend vor dem Fasten zu empfehlen. Der Körper erhält damit ein Signal (und Schalter für zukünftiges Fasten), dass er auf Fasten umgestellt wird.
Während des Arbeitsalltags empfiehlt sich für die Darmreinigung der Freitagnachmittag/ -abend, damit sich Ihr Organismus am Wochenende auf das Fasten einstellen kann.

Menschen die noch nie gefastet haben denken oft, dass es nicht möglich ist ohne Nahrung, und beim Trockenfasten auch ohne Flüssigkeit, zu überleben, bzw, dieses auszuhalten. Diese Vermutung entsteht – und hält sich hartnäckig – so lange man es noch nie selbst ausprobiert, oder die Regeln des Fastens nicht beachtet hat.

In der Regel verschwindet das Gefühl des Hungers, oder der gelegentlich auftauchende Gedanke ‚man müsste etwas zu sich nehmen‘, am 2. Tag.

Nach eigener Erfahrung (4,5 Tage ohne Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr), führt Trockenfasten zu einem gesteigerten Bewegungsdrang und erhöhtem Licht- / Sonnen- und Sauerstoffbedürfnis.

Die sportliche Ausdauerfähigkeit (in meinem Fall Joggen und Schwimmen) steigert sich um 50% (!). Anscheinend, weil der Organismus keine Energie für Verdauung und als unwichtig erkannte gedanklich-seelische Prozesse mehr aufbringen muss.

Auch scheint es, als wenn der Organismus ‚Energie‘ aus dem Licht aufnimmt (‚gesteigertes Bedürfnis sich im Freien aufzuhalten und zu bewegen‘). Persönlich habe ich nach den ersten Tagen die Erfahrung gemacht, dass der Körper über die Atmung / die Lunge ‚Flüssigkeit‘ aus der Luft aufnimmt. Ein sehr ungewöhnliches, fremdes, aber ebenso amüsant angenehmes Gefühl – für den Verstand schwer zu begreifen.

Was beim Fasten geschieht, oder gut geht:

  • Ausdauersport (keine schnellen Bewegungen durchführen! oder schnell aus dem Bett springen)
  • das Denken wird sehr viel klarer
  • die Kreativität wird gesteigert
  • Sie können Geistesblitze und Antworten auf ungeklärte Fragen erhalten
  • Krankheiten können in kurzer Zeit heilen
  • Sie machen während des Fastens die interessante Erfahrung, dass Sie unter lauter nahrungsabhängigen Menschen quasi autark durch die Welt laufen
  • Sie haben subjektiv und objektiv viel mehr Zeit, da Sie sich nicht mit Nahrung, deren Beschaffung (einkaufen) und Zubereitung befassen müssen
  • Sie haben mehr Energie, da ihr Körper sich nicht mit Verdauung befassen muss
  • Ihr Teint bekommt spätestens nach dem Fasten eine gesündere Ausstrahlung